Die Veranstaltung wurde offiziell von Herrn Martin Klose eröffnet, der den Rahmen für die Diskussion absteckte, indem er die führende Rolle des Bundeslandes Thüringen im Bereich der Biowissenschaften hervorhob. Er hob das starke Innovationsökosystem der Region sowie deren wachsende Bedeutung als Partner für internationale Kooperationen hervor, insbesondere mit Schwellenländern wie Sri Lanka.
In ihrem Vortrag gab Frau Martens einen umfassenden Überblick über die deutsche Gesundheitslandschaft – die größte in Europa mit einem Marktvolumen von rund 538 Milliarden Euro und einem stetigen Wachstum in den letzten Jahren. Darüber hinaus stellte sie Thüringen als zentralen Knotenpunkt innerhalb dieses Ökosystems vor, in dem rund 640 Unternehmen ansässig sind und über 30.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, darunter weltweit anerkannte Branchenführer wie Zeiss, Abbott und Wacker.
Darauf aufbauend gab Frau Martens praktische Einblicke in das aktuelle Geschäftsklima in Deutschland und skizzierte wichtige Investitionsmöglichkeiten im Gesundheitswesen. Sie hob mehrere transformative Trends hervor, die die Branche prägen, darunter der demografische Wandel, die Digitalisierung und die zunehmende Bedeutung der additiven Fertigung. Diese Entwicklungen bieten erhebliches Potenzial für internationale Partnerschaften, Innovation und Wissenstransfer.
Bei der Sitzung wurden auch aktuelle globale Entwicklungen thematisiert, darunter der anhaltende Konflikt im Nahen Osten und dessen Auswirkungen auf den medizinischen Sektor Sri Lankas. Die Teilnehmer wiesen auf steigende Frachtkosten und längere Transportwege hin, die bei anhaltender Situation potenzielle Risiken für die Stabilität der Lieferkette darstellen. Dies führte zu einer konstruktiven und lösungsorientierten Diskussion, in der die Teilnehmer praktische Strategien vorstellten, operative Erfahrungen austauschten und Wege suchten, um Risiken trotz begrenzter staatlicher Unterstützung zu mindern.
Insgesamt unterstrich die Veranstaltung die Bedeutung von Dialog, Zusammenarbeit und Anpassungsfähigkeit bei der Bewältigung einer zunehmend komplexen globalen Lage. Zudem wurde das große Potenzial für eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Sri Lanka und Deutschland hervorgehoben, insbesondere in den Bereichen Gesundheitswesen und Biowissenschaften.
Wir sprechen Frau Susann Martens und allen Teilnehmern unseren aufrichtigen Dank für ihre wertvollen Beiträge zu dieser zukunftsorientierten und fruchtbaren Diskussion aus.
Die AHK Sri Lanka ist Teil des weltweiten Netzwerks der deutschen Außenhandelskammern, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt wird. Mit über 150 Standorten in 93 Ländern unterstützen die AHKs deutsche und lokale Unternehmen bei ihrer internationalen Geschäftsentwicklung und bieten Fachwissen, Kontakte und maßgeschneiderte Dienstleistungen an. Als wichtiger Partner der Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Deutschland sind die AHKs in Ländern tätig, die für deutsche Unternehmen weltweit von strategischer Bedeutung sind.